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Es fiel uns nicht leicht, die Insel Limnos zu verlassen. Hatten wir doch dort sehr liebevolle Menschen kennengelernt. Aber wir wollten auch neue Inseln kennenlernen und den mittleren Teil der Ägäis erkunden.
Alle auf dieser Seite verwendeten Karten sind unter Lizens von: OpenStreetMap Mitwirkende
Die Sommerpause verbrachte unser Boot im Hafen von Neos Koutali. Das war günstig, denn unser Mechaniker wohnt in dem Ort und außerdem war es kostenlos.
Während dieser Zeit hat GoogleMaps neue Satelliten-Aufnahmen von der Gegend verwendeten und so kann man unseren Kat jetzt dort bewundern. Er lag am selben Steg wie ein Riesen-Katamaran, ist aber gut zu erkennen. Zur Erinnerung: unser Boot ist 10 m lang! Der Kat daneben also gut 20 m.
Nachdem wir das Boot wieder klar gemacht hatten, segelten wir in der großen Bucht von Limnos zunächst von Neos Koutali aus nur ein paar Meilen zu unserer Lieblingsbucht, um am nächsten Morgen von dort aus den Törn zur südlich gelegenen Inseln Efstratios zu beginnen.
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Alonnisos und die kleineren Inseln der Nördlichen Sporaden sind ein Naturschutzgebiet, für dessen Besuch man eine hohe tägliche Gebühr entrichten muss. Das geht online, man braucht nicht zuerst einen Hafenort anzulaufen.
Wir landeten zunächst auf Kira Panagia und blieben 2 Tage in der, nur durch eine schmale Zufahrt, erreichbaren Bucht.
Danach besuchten wir für 3 Tage Alonnisos und schließlich Skopelos, wo wir einige Tage auf ein geeignetes Wetterfenster für die weitere Fahrt Richtung Süden warteten.
Auf Alonnisos suchten wir in Steni Vala vergeblich nach dem vom Reiseführer empfohlenen Parkcenter und Museum. Enttäuscht fuhren wir weiter nach Patitiri, dem Hauptort. Von dort wanderten wir am nächsten Morgen zur alten Stadt oben auf dem Berg.
Das nächste Ziel war Skopelos. Nicht weit weg, nach 8 Seemeilen fiel der Anker schon wieder
Für den weiteren Törn standen wir vor der Wahl zwischen zwei Routen:
- die geschütztere zwischen der lang gestreckten Insel Euböa und dem Festland (gestrichelte Linie),
- oder über die offene Ägäis östlich von Euböa entlang (blaue Linie).
Wir entschieden uns für die zweite Variante. Die hatte zwar weniger Möglichkeiten den Törn in kurze Segelstrecken aufzuteilen, dafür erwarteten wir aber tatsächlich segeln zu können, während wir bei der ersten Variante mit Flauten und vielen Motorstrecken rechnen mussten. Die Windvorhersagen waren moderat, so dass wir uns für die offene Strecke keine Sorgen machen mussten.
Von Skopelos nach Kymi zeigte die Logge 39,7 Seemeilen, für die wir 7 Stunden brauchten. Kymi hat einen großen Vorhafen, der uns zwei schwellfreie Nächte vor Anker erlaubte.
Schon am nächsten Morgen brachen wir früh auf um durch die Straße von Kafiras zu gehen. Wir ankerten nach 6 Stunden und 38 Seemeilen in der herrlichen Bucht Kastris, unberührt von dem starken Seegang draußen.
Draußen baute sich ein Meltemi auf, mit deutlich höheren Wellen und starker Strömung in der Kafiras-Straße zwischen Euböa und der Insel Andros. So blieben wir 3 Nächte in dieser einsamen Bucht. Die Häuser am Ufer schienen weitgehend unbewohnt zu sein, nur in einem sahen wir mal Jemanden. Wir nutzten die Gelegenheit für ausgiebige Spaziergänge in die Umgebung.
Am dritten Tag ließ der Wind nach und wir machten uns auf "um die Ecke", rund 10 Meilen nach Karistos.
Von Karistos aus steuerten wir zunächst Makronisos an, das war eine Gefängnisinsel für politische Gefangene zur Zeit der Diktatur. Wir ankerten aber auf der südost Seite, wo es kein Gefängnis gab. Diese Seite gab das Motiv für das Hintergrundbild.
In Aegina angekommen ankerten wir wie viele andere in der Bucht neben dem Hafen, nahe beim Stadion. Wir nahmen uns einen Motorroller und erkundeten erstmal die Insel. Denn hier wollten wir uns die nächsten Wochen aufhalten. Später bekamen wir nämlich lieben Familienbesuch, die ein Ferienhaus gemietet hatten.
Hier endete unser Törn von Limnos nach Aegina.
Einige Segelszenen kannst du dir in diesem Video anschauen. Youtube-Video (8:34 min)